Kapitel III, Abschnitt 2 — Anforderungen an Hochrisiko-KI-SystemeArtikel 15

Artikel 15: Genauigkeit, Robustheit und Cybersicherheit

Gilt ab 2. Aug. 2026ca. 589 WörterEUR-Lex geprüft Apr. 2026

Art. 15 verlangt, dass Hochrisiko-KI-Systeme so entwickelt werden, dass sie ein angemessenes Maß an Genauigkeit, Robustheit und Cybersicherheit erreichen und konsistent über den Lebenszyklus performen. Die Kommission soll Benchmarks und Messmethoden mit Stakeholdern fördern (Art. 15 Abs. 2). Genauigkeitsniveaus und -metriken sind in der IFU anzugeben (Art. 15 Abs. 3). Robustheit umfasst Fehler, Inkonsistenzen, Umgebung, Redundanz/Fail-safe und Feedback-Schleifen bei Weiterlernen (Art. 15 Abs. 4 auf EUR-Lex). Cybersicherheit gegen unbefugte Manipulation und KI-spezifische Angriffe (u. a. Data/Model Poisoning, Adversarial ExamplesArt. 15 Abs. 5 auf EUR-Lex).

Für wen gilt das?

  • -Anbieter, die Hochrisiko-KI entwickeln, härten und validieren
  • -Betreiber mit Einfluss auf Umgebung und Angriffsfläche im Betrieb

Szenarien

Online-Lernen in Produktion ohne Kontrolle verzerrter Rückkopplungen.

Art. 15 Abs. 4 zu Feedback-Loops—Mitigation und Nachweis.
Ref. Art. 15(4)

IFU behauptet 98 % Genauigkeit, interne EU-repräsentative Tests 85 %.

Art. 15 Abs. 3 verlangt ehrliche Deklaration; Widerspruch zu Anhang IV riskant.
Ref. Art. 15(3)

Was Artikel 15 verlangt (Klartext)

Genauigkeit — zum Zweck passende Metriken; validieren und in der IFU deklarieren.

Robustheit — Fehler, Umgebung, Kopplung; Redundanz/Fail-safe wo sinnvoll; Weiterlernen: Feedback-Loops mitigieren (EUR-Lex).

CybersicherheitKI-spezifische Bedrohungen (Art. 15 Abs. 5 Liste auf EUR-Lex).

Art. 15 Abs. 2Kommission und Benchmarks beobachten.

Anschluss an andere Artikel

  • Art. 8 — Art. 15 Kern von Abschnitt 2.
  • Art. 9 — Tests belegen Art. 15.
  • Art. 10 — Datenqualität als Basis.
  • Art. 13 — IFU mit Art. 13 Abs. 3 lit. b ii zu Art. 15-Metriken.
  • Art. 11Anhang IV-Evidenz.
  • Art. 12 — Logs für Robustheits- und Security-Vorfälle.
  • Art. 113.

Amtlicher Wortlaut (Auszug): Art. 15 Abs. 1–3 (englische Fassung)

Hinweis (Redaktion): Art. 15 Abs. 1–3 englisch; Abs. 4–5 vollständig auf EUR-Lex Art. 15. Maßgeblich die deutsche Fassung.

1. High-risk AI systems shall be designed and developed in such a way that they achieve an appropriate level of accuracy, robustness, and cybersecurity, and that they perform consistently in those respects throughout their lifecycle.
2. To address the technical aspects of how to measure the appropriate levels of accuracy and robustness set out in paragraph 1 and any other relevant performance metrics, the Commission shall, in cooperation with relevant stakeholders and organisations such as metrology and benchmarking authorities, encourage, as appropriate, the development of benchmarks and measurement methodologies.
3. The levels of accuracy and the relevant accuracy metrics of high-risk AI systems shall be declared in the accompanying instructions of use.

(4)–(5)EUR-Lex.

Erwägungsgründe (Präambel) auf EUR-Lex

Die Erwägungsgründe im konsolidierten KI-Rechtsakt stützen Leistung, Robustheit und Cybersicherheit. Präambel EUR-Lexkeine inoffiziellen Listen ohne Abgleich.

Checkliste

  • Genauigkeitsmetriken zum Zweck; Testdaten und Schwellen dokumentieren.
  • Robustheit: Randfälle, Drift, adversarische Eingaben je Modalität.
  • SBOM, Patches, Incident Response zu Art. 15 Abs. 5.
  • Bei Post-Market-Lernen Feedback-Loop-Kontrollen dokumentieren.
  • IFU-Deklarationen mit Anhang IV und Monitoring abstimmen.

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Verwandte Anhänge

  • Anhang IV — Technische Dokumentation

Häufige Fragen

Reicht SOC 2?

Hilft organisatorisch, ersetzt aber nicht KI-spezifische Tests und Nachweise zu Art. 15 Abs. 4–5 und Anhang IV.

Neu-Zertifizierung nach jedem Fine-Tune?

Wesentliche Änderungen können neue Konformität auslösen; kleine Updates dennoch Metriken und Dokumentation prüfen.